Wir warten. Und warten. Und warten. Die hitzigsten Diskussionen zum schon bestehenden Programm sind abgeflaut, die eigene Meinung steht, man aktualisiert die Openairwebpage nur noch ungefähr zwei Mal pro Tag (oder hast DU etwa seit vorgestern nicht mehr vorbei geschaut??? Schäm dich!) und wurde auch schon wieder zu hart an all die anderen Sorgen erinnert. Das Erntedankfest für das Openairteam zur Beglückwünschung des vollen Programms lässt auf sich warten..
Durch (gemeinen, hinterhältigen und total unberrechtigten) Schnee und Finanzkrise, Abschlussprüfungen, Maturaarbeiten und Frühlungsgefühle (beziehungsweise eben nicht) werden wir abgelenkt, und unwillwürklich vermisst man die Vorfreude schon wieder. Alles steht still…
Aber zaudert nicht, ihr Völker. Wie damals, am letzten Openairsonntag, als sich zwischen dem Swisscomteil und den restlichen Ständen in Hauptbühnennähe plötzlich ALLES staute. Irgendwie wollte das versammelte Sittertobelvolk am gleichen Punkt in zwölf verschiedene Richtungen, in der Mitte ein kleines Lieferwägeli mit einem supergelaunten Fahrer, und das Erfrischungswasserzerstäubermotorendings, welches gerade diesen Moment aussuchte um ausnahmsweise reibungslos zu funktionieren, tat sein bestes um die auswegslose Situation perfekt zu machen.
Aber sind wir verzweifelt? Nein, nach viel Rumgeheepe, Gelächter, Schubsen, Drängeln, Entschuldigungen und angesäuselten Anmachsprüchen kam jeder dahin, wo er auch hinwollte und man sah die letzten zehn Minuten des angestrebten Konzerts noch mehr oder weniger unversehrt.
(Hier ein Aufruf an alle, die ebenfalls in diesem Knoten stecken blieben; schreibt einen Kommentar und wir können zusammen in Erinnerungen schwelgen…)
So wird es auch jetzt sein. Geduld ist angesagt… Ihr habt all die Live-Aufnahmen der diesjährigen Künstler schon auswendig gelernt? Sparsäuli geschlachtet, Ticket gepostet, die schlimmsten Zeltgemeinschaftsangebote elegant umkreist? Dann dreht Däumchen, bastelt Lampione, streut Gerüchte, fahrt in die Frühlingsferien, erzählt bisher unveröffentlichte Samstagnachtstories vom letzten Jahr… Heepet, macht schöne Frauen an, schubst, drängelt, entschuldigt euch, lacht, seid tapfer! Ewig dauern tut nichts.
eure countdown in die agenda malende
Raphaela
Ach und Ps: falls die übrigen Bands genau 2 Stunden nach diesem Blog erscheinen sollten- herzlichen Dank aber auch, und das wäre so was von typisch Raphaela.


Kommentare zu “Liebe vakuumverpackte Welt”