Cypress Hill am OpenAir St.Gallen.

Endlich steht es fest: Am Freitag, 26. Juni 2009 um 22.30 Uhr werden Sen Dog, B-Real und DJ Muggs, begleitet vom Perkussionisten Eric Bobo die Sitterbühne betreten. Uns ist es gelungen, die seit rund zwanzig Jahren höchst erfolgreiche Rap-Combo als letzten Headliner 2009 zu verpflichten, die gerade auch als Live-Act einen hervorragenden Ruf geniesst.

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Dank ihrer Vielfalt und ihrer Experimentierfreude sprechen die Musiker aus South Gate nahe Los Angeles auch Fans von Rock bis Reggae an. Cypress Hill werden in diesem Jahr kein anderes Konzert auf eidgenössischem Boden spielen, sind also schweizexklusiv in St.Gallen zu Gast.

Über Krisen, Hesse und den Flaming Lips…

eine Bank, ein paar Zigaretten später und einige Gedanken zuviel an einem Sonntag. Was für ein Tag. Eine wunderschöne Aussicht. Man sieht, dass der Frühling erwacht. Ich versinke in Gedanken:

Es gibt Zeiten im Leben wo man sich fragt, ob Identitätskrisen auch wirklich Sinn machen. In Zeiten wo Italien das Jagdgesetz liberalisiert, die UBS Arbeitsstellen streicht und die Stadt St. Gallen ihren BürgerInnen Geschenkgutscheine schenkt, sitze ich alleine auf einer Holzbank im Osten der Stadt. 7 Tage nach Ostern, 19 Tage seit meinem letzten Blog. Nicht alles ist immer schön. In Anbetracht von gesellschaftlichen Veränderungen, überlege ich mir weiter ob Herman Hesse’s Glasperlenspiel, der Schlüssel zur musikalischen Revolution ist. Die Klassik lebt von seinem unbegrenzten Universum, seiner Stille und seiner unendlichen Sicherheit. Das sagt Hesse zumindest. Ich versuche ihm zu glauben. Von der Klassik zum Grunge. Der Grunge wiederum, ist die fortlaufende Entwicklung einer Underground Bewegung welche auf den traditionellen Elementen von Rock, Punk und Hardrock aufgebaut ist. Die Musiker von Silverchair zum Beispiel, waren Leidtragende eines Generationenwechsels der nach Nirvana’s Tod unausweichlich war. Man wusste nur nicht, wann und wie das Ende dieser Ära kommen wird. Silverchair und einige wenige Bands mehr waren das Erbe von Kurt Cobains Tod, was der Öffentlichen Wahrnehmung mehr oder weniger miss viel. Der Idealismus des Grunge machte Platz für eine andere Richtung. Der Sinneswandel machte also irgendwo auch Sinn. Die Welt der Musik erhielt ein neues Gesicht und somit neue Möglichkeiten, neue Künstler und Bands. Eine neue Bühne entstand….einmal mehr.

Wenn die Welt von sich behaupten kann ein Gesicht zu haben, dann verbirgt sich eventuell auch was dahinter. So hoffe ich doch zumindest, dass das Warten auf den Headliner nicht mehr all zu lange dauern wird. Das Rätseln soll ein Ende haben! Erlöst uns! Meine Open Air-Band-Trefferquote war dieses Jahr eher bescheiden, was nicht daran liegen kann, das ich wieder in die Stadt umgezogen bin, sondern eher daran, das PJ‘ Harveys neues Album zu neuem interessantem Denken anregt, was ich sehr zu schätzen weis. In einem Kommentar erwähnte ich Devendra Banhart als Wunschheadliner. Genau, ihn will ich, diesen Singer/Songwriter. HA! Glaubt mir, er wäre toll! Auch diese Trefferwahrscheinlichkeit liegt (wahrscheinlich) bei Null.  Aus diesem Grund, widmen sich meine Gedanken eher der positiven aber nicht überraschenden Musikrevolte in Amerika. Der Aufschwung des einen, hat einen Abschwung des anderen zu folge. Der Brit-Pop wiederum ist auf der Suche nach seiner Identität. Das Soloalbum von Pete Doherty, ist sicherlich ein kleiner Wegweiser für den Kurswechsel in die richtige Richtung. Nur weiter so edle Ritter und glaubt nicht immer alles was im NME steht.

Wenn ich den Himmel betrachte, weis ich, dass aufgehende Sterne für eine Veränderung im Sternenhimmel stehen.  Man betrachte mit Stolz das Bild nordischer Musikkünstler und dem damit verbundenen Optimismus, `das alles wieder gut wird`. Auch in England wird es besser.  Das Aufblühen der globalen Musikindustrie in den Augen eines Romantikers wird als Bedrohung aber auch als Chance betrachtet. Die Chance, aus den Fehlern dieses Systems zu lernen…   

Irgendwo dahinter zwischen Kriseneuphorie und Alternativer Kunst befinden sich die Flaming Lips. Ihre philosophischen Texte sind klug, ihre Bühnenauftritte spektakulär! Ein wahrer Genuss.  Egal ob Experimente mit Kunstblut, aufblasbaren Bällen, in denen sich die Bandmitglieder über das Publikum  rollen lassen oder in Tierkostüme gesteckte TänzerInnen, es gibt nichts was es nicht gibt an einem Flaming Lips Konzert. Freitag Abend, Sitterbühne, 00:45-02:00! Kommt und staunt…

“These were not normal guys from normal families – you’re talking about freaks”
Michele Vlasimsky, Flaming Lips manager 1986-1990

“We’re just normal guys trying to make interesting music”
Wayne Coyne, head Flaming Lip, 2001

Bis zu diesem Konzert dauert es noch ein bisschen. Bis dahin werde ich weiterschreiben und denken. Der nächste Blog folgt. Mit im Gepäck eine regionale Band aus der schönen Gallusstadt.

Es grüsst der Sonntagsspaziergänger, Antonio… 

Metronomy und Milow im Sittertobel.

Zwei weitere spannende Ergänzungen zum diesjährigen St.Galler Festivalprogramm stehen fest: Der belgische Shooting Star Milow und die britische Electropop-Combo Metronomy treten Ende Juni 2009 im Sittertobel auf.

Die Electropop-Truppe Metronomy aus England gehört zu den hippsten Acts auf der Insel. Nicht zuletzt dank ihren Remixen für Franz Ferdinand, Kate Nash und andere sowie vielzähligen Liveauftritten begeistern sie eine stetig wachsende Fangemeinde.

Milows Cover von „Ayo Technology“ hat Perez Hilton und Kanye West ebenso begeistert wie tausende von Zuhörern, was dem Belgier oberste Hitparadenplatzierungen in Europa gebracht hat. Milow ist ein Singer/Songwriter mit einem ordentlichen Schuss Popmelodien – zum Mitsingen und zum Mitschwärmen. Einer der heissesten Newcomer des kommenden Sommers! Sein Debutalbum erscheint kommenden Freitag in der Schweiz.

Liebe sich bräunende Welt

Die Sonne scheint, alles ist gut, alles ist Sommer… geniessts. Augen zu und aufsaugen…

Heute bin ich nur mal der süsse kleine Lückenfüller – wenn sich ein anderer grosser Poet zu uninspiriert fühlt, aber die grossen Themen für sich will (jaaa, grossen Poeten gebühren grosse Themen, dem muss ich zustimmen), spring ich gerne ein. Deswegen kein filosofisch kritsches Blabla -nichts gegen filosofischkritischesBlabla, das kann sehr gehaltvoll sein, aber nicht jeder kann seinen Laptop mit an die Sonne nehmen wie ich- und erzähl heute eben mal wieder einen Wartezeitvertreibegeheimtipp. 

Du wartest sicherlich nächstens mal am Bahnhofstreffpunkt auf … ich weiss auch nicht… deine Grosmami. Also, du stehst also da, Stöpsel im Ohr (hörst brav “We are the people” von Empire of the sun und auf keinen Fall Mando Diao, -Sommerhitgefahr! denn wenn du die jetz schon rauf- und runterhörst wirst du sie erwürgen wollen bis Ende Sommer – und falls du das jetzt schon tust, ich kann dich verstehen.), wartest auf deine Verwandte zweiten Grades und stehst mit dem Rücken zum Busbahnhof neben den Fahrplantafeln. Die Greenpeaceheinis ignorierst du standhaft.
Und jetzt: guck dir mal die Gesichter der -na ja- jüngeren Menschen an, die die Unterführung ausspuckt. Ihre Blicke werden von diesem riesigen bunten Plakat gefesselt, die Gesichter zeigen ein paar Sekunden Konzentration, und dann… das faszinierende: die Reaktion. Eine wahre Wissenschaft, glaubt mir! Manchen schleicht ein freudiges Grinsen über die Visage, manche wenden sich angewidert ab (jaah, okay, die Schrift wurde ein klein wenig -wie sagt man- pipigrün? aber sooo schlimm ists jetzt wirklich nicht! Also ehrlich!), manche machen ein zerkniffenes Gesicht (auch mir sind ein paar Bands ein Dorn im Auge – beruhigt euch, das ist nur natürlich, sagt Doktor Raphaela), manche lächeln peinlich berührt (was taten die wohl letztes Jahr…?) und so weiter…

Es lohnt sich, ihr fordert damit Menschenkenntnis, Vorfreude und Amüsement…  Und die Zeit wird vergehen. Da bin ich mir ganz sicher (denn das ist sie bisher immer)! Und bis dann… treffen wir uns in den Weiheren an.

Eure kamikaze-fahrradfahrende Raphaela

Liebe jubilierende Welt

Ja Ja Ja, sie kommen! Ich denke, ich bin nicht die Einzige, die nach der heutigen Bekanntgabe ein klein wenig heimlich durch die Luft geboxt hat… die Yeah Yeah Yeahs, wir habens fast nicht gewagt zu hoffen. Auch waren sie so gut ein wartezeitenverkürzendes neues Album zu veröffentlichen, so nett sind die – ich habs schon und finds grossartig…!
Allerdings fast noch mehr freue ich mich auf Selig. Wer jetzt die Fragezeichen vor seinem Kopf zählt; Selig ist eine wunderbare Hamburger Band, die wirklich gute Texte mit Mitsingrefrains vereint und einem manchmal direkt aus dem Herzen spricht. Freitagabends, vor dem Eindunkeln vor der lauschigen Sternenbühne rumtanzen oder auch mal ganz still stehen und ihre Geschichten hören… Ach, wird das grossartig.

Momentan wird im Hause Raphaela Ferien gefeiert, wie bei allen anderen dankbaren Schülern und versklavten Arbeitern auch, das heisst ich hab meine Fühler auf Openair und alles drumrum spezialisiert. Und da kommen komische Sächelchen zum Vorschein, das kann ich euch sagen.  So wurde entdeckt, dass man zum Wartezeitverkürzen mit den Bandnamen zum Beispiel wunderbare Wortspiele basteln kann (YEAH YEAH YEAH, ich bin SELIG,no STRESS and my LOVEBUG is GETting WELL SOON…), mit der schrecklichen Sonnenbrille, die man normalerweise nur im Sittertobel trägt, lässt es sich wunderbar Fahrrad fahren, es bewerben sich überraschende Verwandte für Jobs am Openair, und in der Gerüchteküche wird an einer Nuklearen Kernschmelze gearbeitet was den letzten Headliner betrifft. Auch ich hab so meine Wünsche, oooh ja, aber ich verklemms mir jetzt hier die Vorteile von Bands zu predigen, die leider noch zu unbekannt sind für den Namen Headliner, ihm aber alle Ehre machen würden. (Nein, Raphaela, keine Beispiele jetzt!!!)

Also feiert schön, meine Lieben, der Frühling frühlingt, die Blumen blühn, die Vögel zwitschern und wir müssen noch exakt 80 mal schlafen… (wenn ich mich vor Aufregung nicht verzählt habe.)

eure breitmaulfroschgrinsende Raphaela

Weitere Bands.

“Yeah Yeah Yeah!” – neben dem fürs OpenAir so passenden Ausruf auch eine Anspielung auf eine grossartige Band, die im Sittertobel die Gitarren auspacken wird. Freudig können wir euch Namen von weiteren Musikanten und Gruppen bekannt geben.
Neben den New Yorker Rock’n’Rollern Yeah Yeah Yeahs sind das feine Electroacts aus Frankreich, Yuksek und Birdy Nam Nam, die Hamburger Selig, der liebenswerte Olli Schulz und der Erlebniscomedykünstler Konrad Stöckel. Aus Dänemark kommen Dúné mit ihren Indielectrock-Hymnen. Gitarrenlastige Sounds aus der Schweiz bringen Slag in Cullet aus Basel sowie die jungen Ostschweizer All Ship Shape. Noch nicht verkünden können wir den Namen des verbleibenden Freitags-Headliners – es wird mit Hochdruck an den letzten Bestätigungen gearbeitet.

Unsere Website wurde nochmals etwas aufgedonnert. Auf der Programmseite findet ihr jetzt einen super sexy Zeitplan mit den Spielzeiten der Bands.