Die Sonne scheint, alles ist gut, alles ist Sommer… geniessts. Augen zu und aufsaugen…
Heute bin ich nur mal der süsse kleine Lückenfüller – wenn sich ein anderer grosser Poet zu uninspiriert fühlt, aber die grossen Themen für sich will (jaaa, grossen Poeten gebühren grosse Themen, dem muss ich zustimmen), spring ich gerne ein. Deswegen kein filosofisch kritsches Blabla -nichts gegen filosofischkritischesBlabla, das kann sehr gehaltvoll sein, aber nicht jeder kann seinen Laptop mit an die Sonne nehmen wie ich- und erzähl heute eben mal wieder einen Wartezeitvertreibegeheimtipp.
Du wartest sicherlich nächstens mal am Bahnhofstreffpunkt auf … ich weiss auch nicht… deine Grosmami. Also, du stehst also da, Stöpsel im Ohr (hörst brav “We are the people” von Empire of the sun und auf keinen Fall Mando Diao, -Sommerhitgefahr! denn wenn du die jetz schon rauf- und runterhörst wirst du sie erwürgen wollen bis Ende Sommer – und falls du das jetzt schon tust, ich kann dich verstehen.), wartest auf deine Verwandte zweiten Grades und stehst mit dem Rücken zum Busbahnhof neben den Fahrplantafeln. Die Greenpeaceheinis ignorierst du standhaft.
Und jetzt: guck dir mal die Gesichter der -na ja- jüngeren Menschen an, die die Unterführung ausspuckt. Ihre Blicke werden von diesem riesigen bunten Plakat gefesselt, die Gesichter zeigen ein paar Sekunden Konzentration, und dann… das faszinierende: die Reaktion. Eine wahre Wissenschaft, glaubt mir! Manchen schleicht ein freudiges Grinsen über die Visage, manche wenden sich angewidert ab (jaah, okay, die Schrift wurde ein klein wenig -wie sagt man- pipigrün? aber sooo schlimm ists jetzt wirklich nicht! Also ehrlich!), manche machen ein zerkniffenes Gesicht (auch mir sind ein paar Bands ein Dorn im Auge – beruhigt euch, das ist nur natürlich, sagt Doktor Raphaela), manche lächeln peinlich berührt (was taten die wohl letztes Jahr…?) und so weiter…
Es lohnt sich, ihr fordert damit Menschenkenntnis, Vorfreude und Amüsement… Und die Zeit wird vergehen. Da bin ich mir ganz sicher (denn das ist sie bisher immer)! Und bis dann… treffen wir uns in den Weiheren an.
Eure kamikaze-fahrradfahrende Raphaela


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